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Biorindviehzucht - für die biologische Landwirtschaft in der Schweiz

„Die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit (Lebensleistung) der Nutztiere sowie die Qualität der tierischen Erzeugnisse sind durch die Wahl geeigneter Rassen und Zuchtmethoden zu fördern.“
(Art. 16c58 der Schweizerischen Bioverordnung)


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Gesunde langlebige Tiere

Robuste Kühe im BerggebietDie Förderung von gesunden, langlebigen Tieren ist für die biologische Landwirtschaft besonders wichtig, denn nur so kann Tierhaltung nachhaltig und biologisch sinnvoll sein. Die Gesundheit der Nutztiere hängt nicht nur von der artgerechten Haltung, Fütterung und Betreuung ab, sondern auch stark von der Zucht. Zur Förderung der Tiergesundheit müssen die Eutergesundheit, die Fruchtbarkeit und die funktionellen Exterieurmerkmale verstärkt als Zuchtziele festgelegt werden.


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Zuchtziele müssen zum Standort passen

Holstein Friesian-Herde in der AckerbauzoneDamit eine Kuh gesund und fruchtbar bleibt und zudem eine gute Milchleistung erbringt, müssen ihre Eigenschaften und ihre Umwelt zusammen passen. Für Biobetriebe ist es besonders wichtig, dass die durch die Züchtung veranlagte Milchleistung ihrer Kühe und das Milchproduktionspotential des betriebseigenen Futters auf dem gleichen Niveau liegen, denn es sollen möglichst wenige Futtermittel zugekauft und möglichst wenig Kraftfutter zugefüttert werden. Auch die Grösse der Tiere muss zum Standort passen (grosse, schwere Tiere eignen sich z.B. nicht für steile Lagen mit häufigen Niederschlägen oder mit geringem Futterzuwachs).


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Interaktive Plattform

Kühe mit ihrem Züchter auf der AlpEs soll nicht bei einem Verodnungsartikel bleiben, deshalb wurde mit Unterstützung der Bio Suisse und in Zusammenarbeit mit Biozüchtergruppen diese Plattform für Biozüchterinnen und –züchter geschaffen. Auf diesen Seiten werden sowohl Zuchtstrategien diskutiert als auch Zuchtstiere, die sich für die Biozucht in den verschiedenen Produktionsregionen der Schweiz eignen, vorgestellt.

Zum einen werden Stiere der künstlichen Besamung (KB-Stiere) empfohlen, die sich aufgrund ihrer besonders guten Gesundheitseigenschaften für den Einsatz in der Biomilchviehzucht eignen. Zum anderen werden Biobetriebe vorgestellt, die Milchvieh züchten und regelmässig geeignete Bio-Natursprungstiere zu verkaufen oder zu verstellen haben.

Jungstier in einer FleckviehherdeEs besteht grundsätzlich kein Zwang für einen bestimmten Stiereneinsatz im Biolandbau (ausser das Verbot von Embryo-Transfer-Stieren). Bei der Auswahl eines Stieres ist es jedoch sehr zu empfehlen, die oben genannten Gesundheitsmerkmale und die Standortgerechtheit der eigenen Zuchtziele (Leistung und Grösse) zu beachten.


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Aktuelles

Das FiBL Schweiz und Demeter Bayern starten im Frühling 2010 ein neues Projekt zur Förderung der Kuhfamilienzucht auf Biobetrieben.

mehr dazu (pdf)

 

Es gibt auch KB-Stiere, die von Schweizer Biobetrieben stammen!

Artikel dazu (pdf)

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© FiBL | Alle Rechte vorbehalten. Letzte Aktualisierung 26.04.2010